Social Marketing
Engagement, Spaß und Frust in der Gesundheitsselbsthilfe ...

Motive sich zu engagieren

- Hilfsbereitschaft
- Wunsch etwas zu verändern
- Bedürfnis andere vor dem eigenen, oft schweren, Schicksal zu bewahren
- Möglichkeit dem Leben einen Sinn zu geben
- Suche nach sozialen Kontakten
- Vorbildern nacheifern (3 Millionen Mitglieder in 70.000 Selbsthilfegruppen)
- Streben nach Anerkennung

Hinderungsgründe

- Schlechter Gesundheitszustand
- Zeitmangel
- Hohe Anzahl weiterer Verpflichtungen
- Zweifel an den eigenen Fähigkeiten und Angst den Anforderungen nicht gewachsen zu sein
- Sorge ausgenutzt zu werden
- Befürchtung ungewollt Arbeit aufgebürdet zu bekommen und Verpflichtungen einzugehen

Social Marketing

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Wegweiser Selbsthilfegruppen. Eine Anleitung für Laien und Fachleute
Recht für Selbsthilfegruppen
Veränderte Anforderungen

- Trend zur Weitergabe der neuesten Forschungsergebnisse statt Ratschlägen zur Alltagsbewältigung
- Weg vom Austausch der Mitglieder untereinander hin zu gesundheitspolitischen Aktivitäten
- Komplexere Kommunikationsstrukturen innerhalb der Selbsthilfegruppe durch neue Technologien
(Bsp.: Gestaltung einer Homepage erfordert neben organisatorischem, auch technisches, journalistisches und Marketing Know-how)
- Kompliziertes Beziehungsgeflecht erfordert ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit um die Interessen der unterschiedlichsten
Anspruchsgruppen miteinander in Einklang zu bringen
- Patientenverbände rücken zunehmend ins Blickfeld der Pharmaindustrie
(Bsp.: Seminarsponsoring nur gegen Weitergabe der Teilnehmerdaten)

Häufige Frustpunkte

- Allgemein abnehmende Bereitschaft sich ehrenamtlich für andere zu engagieren (Gefühl der Aktiven: „Alles bleibt an mir hängen.“)
- Egoismus einzelner Mitglieder („Die SHG hat mir geholfen als es mir schlecht ging. Jetzt wo es mir wieder gut geht brauche ich sie nicht
mehr.“) und Anspruchsdenken der hilfesuchenden Patienten (Bsp.: Telefonanrufe zu unmöglichen Zeiten)
- Magere Resonanz auf Bemühungen („Klinken putzen“)
- Mangelnde Kommunikation und Kooperation mit den Dachverbänden
- Unterstützungsangebote der Selbsthilfekontaktstellen gehen an den Bedürfnissen der Zielgruppe vorbei
(Bsp.: Selbsthilfegruppen werden Gruppenleiter quasi vor die Nase gesetzt)
- Selbsthilfegruppen werden benutzt um Fehlentwicklungen im Gesundheitssystem auszugleichen,
d.h. sie sollen ehrenamtlich Beratungen leisten die den Ärzten von den Krankenkassen nicht mehr vergütet werden.
- Probleme bei dem Versuch finanzielle Unterstützung zu bekommen und anschließender Rechtfertigungsdruck.
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Einstiegstexte:
Überblick: Social Marketing (PDF), Hintergrundwissen Social Marketing, Wissenswertes zum Fundraising, Glossar der Fachbegriffe
5- Punkte-Konzept des Social Marketing:
Profil erarbeiten, Ziele definieren, Maßnahmen planen, Konzept umsetzen, Erfolg überprüfen
Praxisbeispiele:
Image-Flyer, Homepage, Programmheft, Plakat
Checklisten:
Adressen-Datenbank, Briefing (Designer), Controlling, Mailing (Werbebrief, Spendenbrief), Marktforschung, Pressemitteilung, Werbemittel
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