Social Marketing
Methoden des Pharmamarketing
Zielgruppe: Ärzte

Der Arzt als Inhaber des Rezeptblocks verfügt über eine entscheidende Marktmacht. Vorrangiges Ziel des Pharmamarketings ist deshalb die Beeinflussung des ärztlichen Verschreibungsverhaltens. Erreicht wird dieses Ziel in erster Linie durch einen Mix aus Wissens- und Beziehungsmanagement.

Wie funktioniert das in der Praxis?

Es sind hauptsächlich die Erkenntnisse über das Weiterbildungsverhalten von Ärzten, die genutzt werden um die Interessen des Pharmaunternehmens sehr gezielt, d. h. ohne größere Streuverluste durchzusetzen.
Ärzte informieren sich über:

  1. Beziehungsnetze
  2. Internet
  3. Kongresse
  4. Fachzeitschriften & Bücher
  5. Pharmavertreter
Dies sind die Ansatzpunkte für ein strategisches Pharmamarketing, von dem selbstverständlich auch der Arzt profitiert. Er erhält lukrative Honorare, z. B. nicht unerhebliche Aufwandsentschädigungen für die Mehrarbeit durch Teilnahme an der Studie. Das Besuchen von Fachkongressen ist für Ärzte eine attraktive Möglichkeit die aktuellen Entwicklungen ihres Fachgebietes zu verfolgen. Die Werbeanzeigen der Pharmaunternehmen in Fachzeitschriften tragen dazu bei die Heftkosten für den ärztlichen Abonnenten gering zu halten. Oft hochaktuelle und dank journalistischen Know-hows zielgruppengängige Texte im Rahmen von Internetseiten werden dem Ärztepublikum sogar kostenlos zur Verfügung gestellt.

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Europäisches Pharmamarketing
Klinische Studien im Dienst des Pharmamarketings
Pharmamarketing. Ein Leitfaden für die tägliche Praxis
Welche Methoden werden eingesetzt?

Seeding-Trials (Anwendungsbeobachtung, Phase-IV-Studie)
Das Pharmaunternehmen initiiert und finanziert eine produktfreundliche Studie, die als Argumentationshilfe dient, wenn es darum geht, den Launch (Markteinführung) von neuen Medikamenten entsprechend erfolgreich zu gestalten.

Fortbildungsveranstaltungen (Seminar, Kongress)
Finanzielle Aufwendungen für Teilnahmegebühren, Informationsmaterial, Rahmenprogramm, Reise- und Unterbringungskosten werden vom Pharmaunternehmen übernommen.

Produktpräsentationen (Ärzteinformationsabend, Promotionsveranstaltung)
Es werden linientreue Referenten mit regionalem oder nationalem Einfluss engagiert die von der Marketingabteilung des Unternehmens bzw. von Kommunikationsagenturen vorbereitete oder korrigierte Vorträge halten. Der entscheidende Vorteil dieser Vorgehensweise besteht in dem im Gegensatz zum Pharmaunternehmen neutraleren, positiveren Image der gewählten Meinungsbildner. Dies gilt insbesondere bei Marketingzielen wie dem Disease Mongering (Krankheiten erfinden, z. B. durch Veränderung von Referenzwerten).

Publikationen
1. klassische Werbung (Anzeigen, Werbebriefe, Broschüren)
2. kostenlose Hauszeitungen
3. Homepage (Newsletter, arztspezifische Login-Bereiche)
4. über Kommunikationsagenturen plazierte Artikel in Ärztejournalen und Fachzeitschriften (Guerilla-Marketing)
Eine vom Pharmaunternehmen beauftragte Kommunikationsagentur wird mit dem Verfassen eines produkt- oder konzernfreundlichen Textes beauftragt. Nachdem ein solcher Ghostwriter einen entsprechenden Fachartikel geschrieben hat wird ein namhafter Experte des jeweiligen Fachgebietes gesucht, der gegen ein Honorar seinen Namen darunter setzt und diesen Text seiner Publikationsliste hinzufügt.

Praxissoftware
Software wird direkt vom Pharmaunternehmen oder über Mittler kostenlos bzw. zu besonders günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt. Die Software ist i.d.R. so programmiert, dass bei Eingabe einer Diagnose so weit möglich als erstes die Produkte des jeweiligen Pharmaunternehmens angezeigt werden. Theoretisch ist es möglich (wenn auch datenschutzrechtlich verboten), dass bei Internet-PCs während Online-Sessions Daten über den Benutzer unbemerkt gesendet werden oder dies während der über Wartungsverträge geregelten Updates geschieht.

Give-Aways
(Werbegeschenke, Poster, Informationsbroschüren, Nachdrucke aus Fachzeitschriften)
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Einstiegstexte:
Überblick: Social Marketing (PDF), Hintergrundwissen Social Marketing, Wissenswertes zum Fundraising, Glossar der Fachbegriffe
5- Punkte-Konzept des Social Marketing:
Profil erarbeiten, Ziele definieren, Maßnahmen planen, Konzept umsetzen, Erfolg überprüfen
Praxisbeispiele:
Image-Flyer, Homepage, Programmheft, Plakat
Checklisten:
Adressen-Datenbank, Briefing (Designer), Controlling, Mailing (Werbebrief, Spendenbrief), Marktforschung, Pressemitteilung, Werbemittel
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